Artikel-Schlagworte: „Kirche“

Am 21. Dezember 1911 wurde die Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis der Heiligen Jungfrau Maria (russ. Sobor Neporotschnowo Satschatija Preswjatoj Dewy Marii) geweiht. Bis heute ist sie immer noch die größte katholische Kirche im russischen Reich.
In der Kirche finden regelmäßige Gottesdienste in Russisch, Koreanisch, Englisch, Französisch, Spanisch, Armenisch und Latein. Ebenfalls ist die Kathedrale in die Liste des Kulturerbes der Russischen Föderation eingetragen und denkmalgeschützt.

Schwieriger Stand der Katholiken in Russland

Die Kirche stellt mit ihrer bewegten Vergangenheit ein Abbild der gesammten katholischen Bevölkerung dar. Im Jahre 1929 wurde die katholische Gemeinde der Kathedrale von der kommunistischen Regierung formal aufgelöst. In der Kirche durften von dort an keine Messen mehr gefeiert werden. In den folgenden Jahren wurde das Grundstück der Kathedrale stark verkleinert um Raum für eine Schule zu bieten. 1938 wurde das Gotteshaus dann engültig unter großen Protesten geschloßen. Es folgten Plünderungen und Umwandlungen der Räume in ein Gemüselager und Wohnheim. Durch Weltkriegsschäden und fortschreitenden Verfall wurde die Kirche immer maroder und unansehnlicher.

Rückgabe der Kirche an die Gemeinde

1989 fragte die katholische Gemeinschaft Moskaus das erste mal bei der Stadtverwaltung an ob eine Rückgabe des Gotteshauses möglich erscheint. Nach zähen Verhandlungen und ersten einzelnen Messen auf der Treppe der Kirche und später im Innenhof entschloß sich die Verwaltung letzendlich 1995 ein Plan unterzeichnet der die Rückgabe der Kathedrale vorsah unter der Bedingung, dass die katholische Gemeinde alleinig für die Renovierung aufkommen sollte.

Zahlreiche Spenden aus aller Welt machten die Renovierung möglich und heute erstrahlt die Kahtedrale wieder in ihrem alten Glanz.

In Mecklenburg-Vorpommern gehen die Kirchen jetzt auf die Straßen. Aber nicht um zu demonstrieren, sondern um Faltblätter auszuteilen. Denn die Kirche in Mecklenburg-Vorpommern will das Schulfach Religion stärken und dazu werden nun alle möglichen Kräfte mobilisiert.

Thomas Weßler von der Katholischen Kirche sagte zwar heute in Schwerin, dass rund 40 Prozent aller Schüler im Land an dem ordentlichen Schulfach Religion teilnähmen, dies sei der Kirche aber immer noch zu wenig.

Das Problem liege vor allem an Informationsdefiziten und Missverständnissen gegenüber den Eltern. Das Ansehen des Schulfachs Religion müsse in Zukunft verbessert werden; sowohl bei Schülern als auch Eltern.

Es bleibt abzuwarten ob diese Aktion der Kirche in Mecklenburg-Vorpommern etwas bringt. Denn viele der Schüler entscheiden sich ab einem bestimmten Alter selbst gegen das Fach Religion und wählen lieber den Ethik Unterricht. Vielleicht sollte man also lieber die Schüler den Eltern vorziehen und ihnen die Religion auf eine spannendere Weise als mit Faltblttern schmackhaft machen.

Powered by Danto.de

Suche
 
Tags