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In seinem Gruss an eine in Rom tagende Konferenz von Religionsführern aus aller Welt, erinnerte der deutsche Papst die Teilnehmer des bevorstehenden G8-Gipfels an die Würdigung der Religionen in der Gesellschaft. An dem interreligiösen Treffen im Vorfeld der G8-Runde nahmen rund 80 Vertreter aus verschiedenen Weltreligionen wie Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus und anderen Glaubensrichtungen teil. Die Regierungschefs der G8 werden vom 8. bis 10. Juli im mittelitalienischen L’Aquila tagen. Die Stadt, die vor nicht langer Zeit Opfer eines starken Erdbebens geworden ist, wurde extra ausgewählt. Die Regierungschefs der G8 wollen damit ihrwe Verbundenheit und ihr Beileid mit den Opfern ausdrücken.

Zu der zweitägigen Begegnung der aus aller Welt stammenden Religionsvertreter hatten die Italienische Bischofskonferenz und das Aussenministerium in Rom eingeladen.
Die Regierenden, so der Papst auf seiner heutigen Generalaudienz, sollten sich von den Religionen an ihre Pflicht erinnern lassen, ihr Handeln am Gemeinwohl auszurichten.

Ob die Vertreter der stärksten Wirtschaftsunionen sich den päpstlichen Ratschlag zu Herzen nehmen werden? Wer weiß; in der Praxis lässt sich Wirtschaft und Gemeinwohl jedoch meist nur sehr schlecht vereinen.

Seit letzten Freitag ist Papst Benedikt XVI auf Nah-Ost-Reise. Kann der Papst zu einem Dialog zwischen den Religionen beitragen?

Am 8. Mai startete das Oberhaupt der katholischen Kirche seine Reise mit einem Besuch des jordanischen Königspaares. Am nächsten Tag besuchte er die Moses Basilika auf dem Berg Nebo und hatte ein Treffen mit bekannten muslimischen Gebetsführern. Nachdem er am 10.Mai die Taufstelle Jesu besucht hatte ging es am nächsten Tag weiter Richtung Jerusalem. Mit dem israelischen Präsidenten Peres hielt er ein angeregtes Gespräch und stattete der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vashem einen Besuch ab. Nachdem er am 12.Mai an der Klagemauer im langen stillen Gebet verweilte, hielt der Papst eine Heilige Messe in einem Flüchtlingslager in Bethlehem am 13.Mai.

Stets betonte der Papst man müsse die Freundschaft zwischen den Religionen stärken und sich gegenseitig akzeptieren. Allgemein wird die Reise des Papstes als eine positive Vermittlung zwischen Christen, Muslimen und Juden angesehen.

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